Lebensgeschichtliches zu Alfred Hausser sser

Dr. Ulrich Schneider, Bundessprecher der VVN-BdA, Foto: kappa photo

Mir ist die ehrenvolle und gleichzeitig schwierige Aufgabe zugefallen, das Leben des Antifaschisten Alfred Hausser nachzuzeichnen.
Ehrenvoll, weil Alfred für unsere Organisation, wie Conny Kerth bereits unterstrichen hat, eine der wichtigen Persönlichkeiten des antifaschistischen Kampfes und der Tradition unserer Organisation war,
schwierig, weil auch das politische Leben von Alfred so vielfältig war, dass es unmöglich erscheint, es in seiner ganzen Fülle und Vielfalt in der gebotenen Kürze auszubreiten.
Alfred Hausser war für mich und viele andere Angehörige meiner Generation ein tatsächliches Vorbild. Nicht, dass wir ihn als „Helden“ verehrt hätten, er war vielmehr einer derjenigen, die einerseits ein aktives politisches Leben im Sinne der antifaschistischen Idee gehabt haben, und die andererseits aber bescheiden geblieben sind, die ihr eigenes Wohlergehen vielfach zugunsten der politischen Sache zurückgestellt haben.

Rede Ulrich Schneider
Dr. Ulrich Schneider, Bundessprecher der VVN-BdA

Und es war bezeichnend, dass Alfred Hausser in seiner Dankesrede, als ihm vor 10 Jahren das „Bundesverdienstkreuz“ überreicht wurde, betonte:
„Diese Arbeit habe ich selbstverständlich nicht alleine gemacht:
Im Widerstand hat unsere Jugendgruppe des Kommunistischen Jugendverbands gemeinsam mit vielen anderen Nazigegnern aus der Arbeiterbewegung gekämpft,
den Neubeginn haben wir im Konsens aller antifaschistisch – demokratischen Parteien auch hier in Stuttgart ermöglicht,
viele Mitglieder meiner Organisation, der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, haben ihre Erfahrungen aus Widerstand und Verfolgung in Schulen, Jugendgruppen und anderen Veranstaltungen an die Nachgeborenen weitergegeben – immer getragen von dem Wunsch: „Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!“
Und den jahrzehntelangen Kampf um die Zwangsarbeiterentschädigung hat nur geführt werden können durch die engagierten Mitstreiter in der „Interessengemeinschaft ehemaliger Zwangsarbeiter“ und in der Kölner Beratungsstelle für NS-Opfer.
Sie alle, viele von ihnen Mitglieder der VVN-BdA, werden mit dieser Verleihung des Verdienstkreuzes an meine Person geehrt.“
Und er prangerte den Skandal an, „dass meine Organisation, die VVN-BdA, bis heute vom Verfassungsschutz als „linksextreme Organisation“ denunziert wird.
Durch solche Denunziation wird das Engagement von Frauen und Männern in unserer Organisation, die aus der Generation der Verfolgten und Widerstandskämpfer stammen, die in gewerkschaftlichen und politischen Strukturen arbeiten, die geschichtsinteressiert sind oder der Jugend – Antifa angehören, verunglimpft. Ich wünsche mir, dass die heutige Ehrung dazu beiträgt, dass solche Diskriminierung meiner Organisation und der darin aktiven Mitglieder beendet wird.“

Dies formulierte Alfred Hausser vor etwa 10 Jahren. Leider ist sein Wunsch von der politischen Klasse diesen Landes nicht erhört worden.
Das verwundert auch nicht, wenn man sich klar macht, dass Alfred Hausser mit seiner politischen Biographie einen lebendigen Kontrapunkt zur vorherrschenden Geschichtsideologie in diesem Lande setzt.

Er gehörte – wie es in den 20er Jahren durchaus üblich war – als Arbeiterjugendlicher nicht nur der Gewerkschaft an, in seinem Fall dem Deutschen Metallarbeiterverband (DMV), seit 1930 war er auch Mitglied des kommunistischen Jugendverbandes KJVD und seit 1932 der KPD. Aber bevor er politisch aktiv wurde, lebte er die Ideale der Arbeiterbewegung im Turn- und Sportklub Gablenberg – einem Arbeitersportverein – und bei den Freidenkern in Vorbereitung der Jugendweihe. Hier erhielt er seine Prägung, die ihn bis ins hohe Alter mit den Naturfreunden, der Arbeiterwohlfahrt und dem Verein „Waldheim Stuttgart e.V.“ verband.

Schon als Jugendlicher engagierte er sich im Kampf gegen den aufkommenden Faschismus, zum Beispiel beim Aufbau einer „Antifaschistischen Jugendorganisation“, die als Bündnis linker Jugendverbände gegen Faschismus und verstärkte Arbeitsdienstpflicht mobilisieren sollte.
Da Alfred als Nazigegner bekannt war, begann im Januar 1933 für ihn die zeit der Illegalität. Im Auftrag seiner Organisation ging er im Frühjahr 1934 ins Ruhrgebiet, um die Bezirksorganisation des KJVD wieder aufzubauen. Im August 1934 wechselt er nach Sachsen. Dort baut er gemeinsam mit seinem Kameraden Hans Lauter in Chemnitz eine Widerstandsgruppe auf, die jedoch bereits wenige Monate später von der Gestapo entgedeckt wurde. Alfred Hausser wurde kurz vor Weihnachten verhaftet und blieb bis zu seiner Befreiung 1945 in Haft.

Es dauerte 1 1/2 Jahre, bis ihm vor dem Volksgerichtshof in Berlin der Prozess gemacht wurde. Das Gericht kam zu der Einschätzung: „Haußer und Eugen Lange … sind als entschlossene und mit letzten Einsatzwillen beseelte Kommunisten und Feinde des nationalsozialistischen Staates zu bewerten. Ihre gehobenen Funktionen beweisen, was man ihnen an maßgebender Stelle als Träger des kommunistischen Gedankengutes zutraute und als wie zuverlässig sie bewertet wurden“ – was kann man eigentlich Ehrenvolleres über den Antifaschisten Alfred Hausser sagen?

Es war für ihn – gerade auch für sein späteres Engagement in der Entschädigungsfrage – eine wichtige Erfahrung, dass er in der anschließenden Zuchthaushaft in Ludwigsburg Zwangsarbeit für die Firma Bosch leisten musste. So erlebte er hautnah die Verbindung zwischen Kapitalinteressen und faschistischem Terror.

Im Sommer 1945 – Wochen nach dem Ende des NS-Regimes – kehrte er nach Stuttgart zurück und baute die „Schwäbische Volksjugend“ auf, um einen Zugang zu den jungen Menschen zu finden, die durch die ideologische Beeinflussung der Nazis gegangen waren. Auch sie wollte er für den antifaschistisch-demokratischen Neubeginn gewinnen. Doch in seinem Engagement als Lizenzträger der Jugendzeitschrift „Die Zukunft“ geriet er mehrfach in Konflikt mit der Besatzungsmacht, so dass er 1947 die Lizenz zurückgab und sich für den Aufbau der VVN in Württemberg-Baden – wie es damals hieß – einsetzte. 1948 wurde er hauptamtlicher Mitarbeiter des neugegründeten Landesverbandes.

Neben der Pressearbeit wurde die Sozialpolitik seine zentrale Aufgabe. Gut zwei Jahrzehnte war er der Spezialist für alle Fragen der Entschädigung, der Länderregelungen und des Bundesentschädigungsgesetzes. In ungezählten Beratungsstunden im Stuttgarter Büro und auf Landesebene half er tausenden Verfolgter, eine angemessene Entschädigung zu erwirken. Für sich selbst kämpfte er später in mehreren Musterprozessen gegen den Robert Bosch-Konzern, um eine Entschädigung für die Zwangsarbeit zu erwirken. Auch wenn ihm der Erfolg hier verwehrt blieb, sein Fall zeigte die offenen Aspekte der Entschädigungspolitik in der BRD. Konsequenterweise war er Sprecher der „Interessengemeinschaft ehemaliger Zwangsarbeiter“, die seit Mitte der 80er Jahre für eine angemessene Entschädigung und die politischen Interessen der überlebenden Zwangsarbeiter gegen diejenigen, die von der Sklavenarbeit profitiert haben, sich einsetzte. Es war auch seinem Engagement zu verdanken, dass in den 90er Jahren Bewegung in die Auseinandersetzung um die Zwangsarbeiterentschädigung kam. Als Betroffener und juristischer Fachmann formulierte er Anforderungen, die von der Politik jedoch nur teilweise umgesetzt wurden. Dennoch wurde seine Arbeit – bei aller gebotenen Kritik an der im Jahre 2000 beschlossenen Entschädigungszahlung – letztlich durch die Existenz des Entschädigungsfonds von Erfolg gekrönt.

Von ähnlich langem Atem war sein Engagement in der Friedensfrage. „Nie wieder Krieg!“ war seit 1945 seine Losung. Und so blieb es nicht aus, dass er als Journalist deutlich gegen die amerikanische Aggression in Korea Position bezog. Eine Gefängnisstrafe wiederum in der Haftanstalt Ludwigsburg war die Folge. Aber auch danach fand man Alfred Hausser trotz Kaltem Krieg und Kommunistenhatz in der Protestbewegung gegen die Remilitarisierung, später in der Anti-Atomtod-Bewegung und bei den Ostermärschen. Und als es gegen die Raketenstationierung ging, fand man Alfred mit Unterschriftenlisten für den Krefelder Appell, bei den Menschenketten und Blockade-Aktionen.

Insbesondere in der Phase der politischen Öffnung der VVN für die nachgeborenen Generationen auf dem Oberhausener Kongress war Alfred in vielfältigen Debatten mit den Angehörigen der jungen Generationen. Dabei war es nicht nur das Interesse, diese jungen Menschen für die antifaschistische Organisation zu gewinnen. Er selber resummierte später einmal: Ihn habe der Umgang mit jungen Menschen daran gehindert, „geistig alt zu werden“.
Nicht nur in seinem Landesverband Baden-Württemberg, in dem er seit 1961 Landesvorsitzender war, setzte er sich für eine Verjüngung der antifaschistischen Organisation ein – in dem Bewusstsein, „dass wir die einzige generationsübergreifende und bundesweit wirkende Organisation von Antifaschisten sind.“

Und mit dem selben Engagement, wie er für die Erweiterung der VVN zur VVN-BdA eintrat, kämpfte er gegen alle politischen Angriffe auf die Organisation, beispielsweise, als das Finanzamt Stuttgart 1985 zum ersten Mal versuchte, der VVN die Gemeinnützigkeit zu entziehen, weil sie gegen die geplante Raketenstationierung politisch aktiv geworden sei. Es war auch Alfreds Einsatz zu verdanken, dass das Finanzgericht Baden-Württemberg 1989 in einem Urteil die Gemeinnützigkeit wieder herstellte. Und er setzte sich insbesondere in Zeiten des politischen Umbruchs in den Jahren 1989/90 für das Überleben der Organisation sein.

Alfred Hausser war Mitglied der Gewerkschaft und der kommunistischen Partei, aber die VVN-BdA war für ihn mehr als eine Organisation. Sie war seine politische Heimat, eigentlich mehr noch sein Lebensinhalt in den letzten Jahrzehnten seines Lebens geworden – nicht nur hier in Stuttgart oder in Baden-Württemberg – sondern auch auf Bundesebene.

Er selbst formuliertes einmal sein Verständnis der Arbeit so:
„Unsere Vereinigung ist an einem historischen Wendepunkt der deutschen Geschichte entstanden. Ihre Gründung war politisch zwingend. Wer außer den Widerstandskämpfern und Opfern des Nationalsozialismus war denn nach dem totalen Zusammenbruch legitimiert, den Neuanfang in Deutschland in die Hand zu nehmen und dabei mitzuwirken?“
In diesem Sinne hat Alfred Hausser jahrzehntelang in der VVN-BdA gewirkt. Für ihn war klar, dass die sozialen und gesellschaftlichen Grundlagen der faschistischen Herrschaft beseitigt werden müssen. „Mit der Gründung unserer Vereinigung verbanden wir die Hoffnung, dass jene im gemeinsamen Widerstand und erst recht in der Verfolgung gewachsenen Werte wie Toleranz und Solidarität durch uns in eine neue wirklich demokratische Gesellschaft eingebracht werden.“
Er wusste, dass nur durch eine politisch schlagkräftige Organisation das Anliegen der Männer und Frauen des Widerstandes, aller Antifaschisten gesellschaftlichen Einfluss bekommen könnte, und so wirkte er auf den unterschiedlichen Ebenen – einschließlich der internationalen – für die VVN.

Dabei war er sich auch für die tägliche Kleinarbeit nicht zu schade. Er sorgte hier in Stuttgart als Landesvorsitzender später gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Ilse Werner viele Jahre lang für eine funktionierende Büroorganisation, erst hauptamtlich und nach dem Erreichen des Rentenalters mit gleicher Intensität auf „ehrenamtlicher“ Basis.

Zum Abschluss möchte ich noch einmal den Blick auf zwei Ereignisse, zwei existenzielle Krisenpunkte der Geschichte der VVN werfen, an denen er in der durchaus wechselvollen Geschichte unserer Organisation für die Zukunft des Verbandes Entscheidendes geleistet hat.

Das erste Mal im Zusammenhang mit dem Verbotsantrag der Bundesregierung gegen die VVN. Die VVN hatte sich durch ihre Friedensarbeit und politische Enthüllung die Adenauer-Administration zum Feind gemacht. Sie hatte nicht nur über alte Nazis in der Bundesregierung, sondern auch über Notstandsgesetz-Pläne berichtet. Aus diesem Grund betrieb die Bundesregierung seit Ende der 50er Jahre ein Verbotsverfahren gegen die Organisation. Als Mitglied der Prozesskommission nahm Alfred Hausser an der mündlichen Verhandlung am 29. und 30. November 1962 vor dem 1. Senat des Bundesverwaltungsgerichts teil. Und er berichtete davon Folgendes:
Unmittelbar nachdem Senatspräsident Dr. Werner die Verhandlung des zweiten Tages eröffnete, trat der Kamerad August Baumgarte, VVN – Sekretär des Landesverbandes Niedersachsen, mit einem Bündel Papier aus dem Zuschauerraum vor den Richtertisch und rief: „Herr Präsident, Sie waren ein großer Nazi. Hier sind die Beweise.“ Beklemmende Stille. Dann richtete der Präsident an den Prozessvertreter der Bundesregierung die Frage: „Machen Sie sich diesen Vorwurf zu eigen?“ Antwort: „Nein.“ Auch die Rechtsanwälte der VVN verneinten, wollten sie doch ein ordentliches Verfahren mit einem ordentlichen Freispruch für die VVN erreichen. Dann sprach Dr. Werner die Prozesskommission der VVN an. Und Alfred sagte laut und deutlich: „Ja.“ Daraufhin wurde die Verhandlung vertagt und nie wieder aufgenommen – ein Verbot der VVN war damit abgewendet. Sicherlich gab es für diese Entscheidung verschiedene Ursachen – aber Alfred Hausser hat laut und deutlich „Ja!“ gesagt und damit das Gericht und die Bundesregierung in Zugzwang gesetzt, was letztlich zur Aufhebung des Verfahrens führte.

Auch in einer zweiten höchst komplizierten Phase der VVN-Geschichte hat er einen entscheidenden Beitrag für den Fortbestand der VVN-BdA geleistet – ich meine die Jahre 1989/90. Der Zusammenbruch der hauptamtlichen Strukturen der VVN-BdA 1989/90 durch den Wegfall der finanziellen Grundlagen unserer damaligen Arbeit bewegte ihn im Alter von über 75 Jahren, noch einmal mit großer Kraftanstrengung und enormer Überzeugungskraft dafür zu sorgen, neue, auf ehrenamtlicher Arbeit basierende Strukturen der politischen Arbeit zu schaffen. In zahllosen Diskussionen innerhalb der Organisation, mit seinem Auftreten auf dem Düsseldorfer Bundeskongress oder in Gesprächen mit Kameradinnen und Kameraden, die er für die Übernahme von Aufgaben in der VVN-BdA zu aktivieren versuchte, kämpfte er um die Existenz „seiner“ – oder richtiger – unserer Organisation. Und er fühlte sich nicht zu alt, selbst Verantwortung auf Bundesebene zu übernehmen. Getragen von dem Vertrauen der Organisation arbeitete er vier Jahre als ehrenamtlicher Bundessprecher beharrlich daran, die VVN-BdA als Organisation zu erhalten und deren antifaschistische Arbeit fortzusetzen.

Gerade in dieser Phase wurden Alfreds Überzeugung und Überzeugungstreue, die Fähigkeit zur organisatorischen Arbeit und zur Motivierung anderer für die politische Arbeit als seine zentralen Charaktereigenschaften in politischer Hinsicht deutlich.
Seine Einschätzung der damaligen Arbeit hieß: „Eine grundlegende Umschreibung unserer politischen Aufgaben und Ziele war nicht erforderlich. Die Schwerpunkte waren und blieben: Gegen Neonazismus, Antisemitismus, Ausländerfeindlichkeit, gegen atomare Bewaffnung, gegen Berufsverbote – für mehr Demokratie, Wahrnehmung der Rechte der Verfolgten.“ Und er hat Recht behalten, wie die politischen Verhältnisse in unserem Land bis heute zeigen.

Seine hohe Autorität in den Reihen unserer Organisation haben die Mitglieder dadurch gewürdigt, dass sie ihn auf dem Bundeskongress 1994 einstimmig zum Ehrenpräsident der VVN-BdA gewählt haben. Und auch danach hat sich Alfred immer wieder in Sitzungen der Bundessprecher oder bei anderen Gelegenheiten zu Wort gemeldet. Man hörte ihm aufmerksam zu, denn seine Aussagen – so habe ich sie selber immer wieder erlebt – waren auch im hohen Alter präzise, analytisch und vorwärtsweisend. Große Autorität, profunde Sachkenntnis, Offenheit bei der Diskussion mit Bündnispartnern und gleichzeitig konsequente Vertretung prinzipieller Standpunkte zeichneten Alfred Hausser ebenso aus, wie persönliche Liebenswürdigkeit, Humor und Bescheidenheit in den persönlichen Ansprüchen.

In einem Interview mit Conrad Thaler über seine Sicht auf die Rolle der Veteranen des antifaschistischen Kampfes formulierte er auch sein persönliches Selbstverständnis: „Wenn man alle Antifaschisten zu Helden macht, die sie absolut nicht sein wollten, dann ist das eine Bewertung des Antifaschismus, die viele junge Menschen nicht nachvollziehen können. Und auch für mich möchte ich sagen: Also ich wollte beileibe kein Held sein, und ich weigere mich auch, mir einen solchen Schuh anzuziehen.
Wir haben für eine Überzeugung gekämpft, recht und schlecht. Wir sind Menschen gewesen und geblieben, auch nach der Befreiung , mit unseren Schwächen. Kurz und gut, man soll den Antifaschismus – ich will mal sagen – etwas vermenschlichen.“

Lasst uns – im Sinne von Alfred Hausser – unser antifaschistisches Profil schärfen – also vermenschlichen.